Berichte 2020 - Historische Brennerei e.V. Rönsahl

Historische Brennerei e.V. Rönsahl
Historische Brennerei
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Berichte 2020

Chronik
Arbeitskreis Heimatkunde auf Spurensuche.
„...Um das Dorf ist sehr gut Haberland..“ Überliefertes und Geschichtliches aus Rönsahl in Erinnerung gerufen.
17.02.20 „Wo ferne Ereignisse in Vergessenheit geraten, da bindet sich mit ihnen die Sage... “ – so meint recht treffend ein Dichterwort. Dass das in gewisser Weise auch um Geschichte und Geschichten aus Rönsahl der Fall sein wird, ist wohl anzunehmen. Gleichwie – es ist immer wieder schön, hin und wieder im dicken Buch der Dorfgeschichte zu blättern und den „Vertellekes“ der älteren Generation zu lauschen, so wie das mehr oder minder regelmäßig der Fall ist bei den monatlich einmal angesagten Zusammenkünften des Arbeitskreises Ortsgeschichte im Brennereiverein Rönsahl.  
Anfang dieser Woche hatten Regina und Karl-Friedrich Marcus in ihrer Funktion als „Taktgeber“ des Arbeitskreises eingeladen zum Betrachten alter Bilder und den meisten der beim Monatstreffen im Brauzimmer der Brennerei anwesenden Teilnehmer bis dato unbekannter Liegenschafts- und Katasterkarten aus Rönsahls vor- und frühindustriellen Tagen. Alte und aus unterschiedlichen Quellen stammende Fotos, so wie sie beispielsweise vor dem nach dem Jahr 1900 realisierten Bau der Kerspe-Talsperre entstanden sind und beispielsweise vom Leben der ehemaligen Bewohner der damals auf dem Grund der Sperre versunkenen Gehöfte erzählen oder auch an das Geschehen auf Vereinsebene   und Dorfschule erinnern, so wie sich das vor und nach den beiden Weltkriegen abgespielt hat, zeichneten ein beredtes Bild jener Zeit.
Daneben fanden auch zwei von Regina Marcus vorgestellte und in altertümlicher Ausdrucks- und Schreibweise abgefasste Schriftdokumente, so beispielsweise eine aus dem Jahr 1798 stammende und im „Neuen Westphälischen Magazin Wesel“  erschienene Beschreibung über das Dorf Rönsahl und ebenso ein Reisebericht aus dem Jahre 1760 von Heimatkundler F.W. Baehrens besondere Beachtung. Berichterstatter F.W. Weddingen hält in seinem Reisebericht im „Neuen Westfälischen Magazin“ fest: „Rönsahl. Dieses Dorf liegt von Meinertshagen ungefähr zwei Stunden westwärts. Es hat 30 Häuser und drei Bauerschaften, nemlich die Dorfbauerschaft, Loerbauerschaft und die Beurhauser Bauerschaft. Es hat sieben Pulvermühlen an der Wupper, der Ballenbrügge, der Kierspe und Becke (woselbst aber wegen Wassermangel nicht immer gearbeitet werden kann). Ferner hat dieses Dorf einen Osemundhammer an der Lingese nebst dem Raffinirhammer, 1 Raffinirhammer an der Kierspe und 1 Stahlhammer auf bergischem Boden, wovon der Besitzer im Märkischen beerbt ist.“
F.W. Baehrens ergänzt: „Die Rönsahl – und Kierspewässer treiben zwey Mahlmühlen. Das Dorf ernährt sich von der Krämerei, Bäckerei und Wirthschaft. Es hat vier Krämer und fünf Bäcker. In der dortigen Mädchenschule unterrichten Mutter und Tochter junge Frauenzimmer im Nähen und weiblichen Arbeiten. Auch eine deutsche Schule ist mit einem geschickten Mann versehen. Der Ort hat viel Passage. Insbesondere alle Kohlen, welche ins Schwarzenbergische und Homburgische gefahren werden. Ob nungleich die Wege daselbst sehr elend sind, so haben die vier Wirthe doch ansehnlichen Zuspruch.
Vorzeiten hatte Rönsahl einen eigenen Richter. Unrichtig wird auf der Charte des Herrn Prediger Müller Rönsahl mit zum Gerichte Meinertshagen gerechnet. Über den Ursprung des Nahmens sind die Meinungen getheilt. Die gemeinste ist, dass eine altge Jungfer, welche der Kirche eine ansehnliche Stiftung vermacht, dazu Veranlassung gegeben habe. Die den Hrn. Gebrüder Voswinkel gehörige Bleiche wird wegen des schlechten Handels nach Brabant nicht betrieben. Künstler hat dieses Dorf nicht, außer einem sehr geschicken Pantaleonmacher nahmens Peter Köster, dessen Geschicklichkeit in seinen Instrumenten sichtbar ist.( pantaleon = Klöppelklavier, von Pantaleon Habenstreit erfunden ).
Das dortige Wernscheidgebirge, welches von der bergischen Grenze ins Schwarzenbergische hinaufstreicht, hat an seinem Fuße eine mineralische Quelle, wovon in von Steinens Geschichte nachgelesen werden kann. - Um das Dorf ist sehr gut Haberland. Die Wiesen und viele Täler sind daselbst sehr ergiebig an gutem Grase. Man zieht so viel Früchte als nöthig ist, um sich mit dem gehörigen gemengthen, aus Roggen und Haber gemischtem Brodthe, zu versehen.
An der Seite des Dorfes liegt ein Pulverturm, worüber vor 40 Jahren ein kostbarer Proceß geführt worden, indem der Kaufmannn Pauli in Cöln darauf eine Pulverniederlage behaupten wollte, welches er aber verlohren hat. Die dortigen Weiden hat man vor 6 Jahren als Fettweiden zu nutzen angefangen, welches noch immer mehr nachgeahmt und vortheilhaft betrieben wird. Auch führte man hier und da die Stallfütterung ein und würde ihren guten Fortgang gehabt haben, wenn nicht die im Süderlande herrschende Gewohnheit, das Vieh gleich nach Michaelis gemeinschaftlich auf  Feldern, Wiesen und Kleekämpen weiden zu lassen, solches verhindert hätte.
Der dortige würdige Herr Prediger Heuser hat unstreitig das schätzbare Verdienst, seine Gemeinde auf eine sehr kluge und überzeugende Art auf die Vortheile und einträgliche Benutzungsart ihres Bodens aufmerksam zu machen, und so wie dieser Mann durch seine moralische Bearbeitung seine Gemeinde sichtbar vortheilhaft gebildet hat, so sehr verdankt man ihm die Verbreitung ausführbarer und geprüfter ökonomischer Grundsätze.
Rönsahl hatte sonst sehr viel Holz, aber wegen des Pulvers ist zum Gebrauch der Fässer das meiste verlohren gegangen. Der verstorbene Herr Prediger Heuser hat an der musterhaften Cultur seines Pastoratsgehölzes ein Beispiel gegeben, wie man Holz erhalten, vermehren und doch gebrauchen könne. Diesem Beispiel sind viele gefolgt, und es sieht um die Gehölze seitdem merklich besser aus. - Die kleinen um Rönsahl befindlichen Gewässer sind die Rönsal, Kierspe,Becke, Lingse, Lörbach, Haarbecke, Wupper und Wiebecke, die zum Teil alle fischreich sind. Über die Wupper haben die Herren Cramer vier fahrende Brücken angelegt. In kurzem sind drei Pulvermühlen gesprungen, wovon die letzte ins Bergische gehört.  
In Rücksicht der Gewerbe zeichnet sich Rönsahl dagegen nicht sehr aus. Es hat vier Leinweber und einige Butterhändler und Viehtreiber, welche nach Hochheim und Gießen zu Markte ziehen. Die ehemaligen Gewerbe sind zum Theil eingegangen, und die noch in Betrieb gesetzt werden könnten, sind mit zu viel Schwierigkeiten verbunden. So ist zum Beispiel ehedem Kalk gegraben, er liegt aber viel zu tief, als dass er mit Nutzen gefördert werden könnte. Beim Oehl ( heutige Schreibweise Ohl) wurde ein Versuch gemacht, welches man aber wieder aufgeben musste. ( Anmerkung: Noch bis vor wenigen Jahren war beim Hause Ackermann, Neuenhaus, der Eingang zu diesem Stollen sichtbar). - Auch hatte man vor Zeiten viele Eisenhütten, und noch vor zehn Jahren trieb man einen  Schacht, man konnte aber den Eisenstein – wie ehedem in Halver – nicht ohne Zusatz schmelzen.
Das Baumwollspinnen ist bei dem größten Theil der Bevölkerung die Hauptbeschäftigung, jedoch findet solche nur im Winter statt. Dagegen sammelt man des sommers den sogenannten Faulbaum (Frangula), welcher von der Rinde befreit und an Pulvermühlen abgeliefert wird. Ein fleißiger Arbeiter kann daran einen täglichen Lohn von 20 Stübern haben. - Das dortige Weinlager hat seinen Keller zwar in Mühlheim am Rhein, jedoch zu Versendungen immer den nöthigen Vorrath. Das nahe beim Pastoratshause angelegte Bienenhaus ist eins der sehenswürdigsten und sehr geschmackvoll angelegt...“ So weit dieser Bericht aus Rönsahls alter Zeit...
Text und Bilder Rainer Crummennerl   
„Um das Dorf ist sehr gut Haberland..“ Bis noch vor einigen Jahren gehörte der Anbau von herkömmlichen Getreidearten, so auch Hafer, ganz selbstverständlich zum Jahresablauf in den landwirtschaftlichen Betrieben um Rönsahl.
Unter Federführung von Regina und Karl-Friedrich Marcus unternahmen die Teilnehmer an der jetzt stattgefundenen Monatsversammlung des Arbeitskreises Ortsgeschichte einen Ausflug in Rönsahls geschichtliche Vergangenheit.
Prima Stimmung beim Karneval in Rönsahl.

15.02.20 „ Dat Hätz von der Welt, ja dat is Kölle...“- und manchmal vielleicht sogar ein Stück weit eben doch auch Rönsahl ! – So mag das mancher am Samstagabend beim Karneval im Grenzdorf empfunden haben.  „Met dem Kölsche Pass mät dat Lewwe Spass..“ Auch das mag sein, vor allem sicher aber in närrischen Zeiten, wenn der Stimmungspegel bei den Anhängern von „König Karneval“ unaufhörlich steigt, je mehr sich die „fünfte Jahreszeit“ ihrem Höhepunkt nähert. Was den Kölnern der „Gürzenich“, das ist – zumal an Tagen wie diesem – den Rönsahlern ihre Brennerei mit ihrem anheimelnden ganz speziellen Flair und dem für urige Feiern geradezu prädestinierten Ambiente.

In der Tat war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, beste Feierlaune und ausgelassene Stimmung, wie sie nun schon seit Jahren Trumpf ist, wenn König Karneval auch in Rönsahl sein Zepter schwingt. Als nämlich am Samstagabend wieder die beliebte Karnevalsveranstaltung „ Von Rönsahl für Rönsahl“, arrangiert und initiiert von einer engagierten Schar von Karnevalsfreunden aus der Dorfgemeinschaft, angesagt war, da war allerdings auch diesmal die räumliche Nähe zum benachbarten Rheinischen und den dortigen karnevalistischen Hochburgen dennoch unverkennbar.

„ Vorhang auf und Bühne frei für Spaß und Frohsinn, Narretei“, so hieß es gleich zum Entree, als der engagierte Diskjockey André (Böker) sogleich mit flotten Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die Schar der nahezu ausnahmslos in fantasievolle Karnevalskostüme gehüllten und somit geschmackvoll verkleideten Jecken schon bald auf „Betriebstemperatur“ kam und die Tanzfläche bevölkerte oder sich entsprehend zu unterhalten wusste.

Entsprechenden Anteil daran, dass schon nach kurzer Zeit beste Feierstimmung und gute Laune angesagt war,  hatte nicht zuletzt auch Ortsbürgermeister Holger Scheel, der in bewährter Weise mit gekonnter Moderation ein Stück weit  durch den Abend führte dabei in seiner Rolle als findiger und mit Land und Leuten bestens vertrauter „ Dorfreporter“ frisch vom Leder zog. Bei seinen mit etlichen humoristisch und witzig- spritzig verpackten Bonmots aus eigenem Fundus nahm  der Unterhalter weniger die „große Politik“ aufs Korn  sondern vielmehr dies oder jenes mehr oder minder „wichtige“ Geschehen aus dem dörflichen Alltag und würzte das Ganze augenzwinkernd auch dem einen oder anderen humoristischen Seitenhieb auf dieses oder jenes, was rund ums Dorf passiert – oder eben auch nicht.

Einmal mehr bewährte sich das auch  an diesem Abend wiederum praktizierte  Miteinander der Anhänger von König Karneval im hiesigen Raum und deren Bereitschaft, über den engen Tellerrand des eigenen Bereichs im rheinisch- westfälischen Grenzland hinaus zu blicken und dabei gern auch die Schützenhilfe der rheinischen Karnevalisten in Anspruch zu nehmen.

War da doch zunächst die muntere Männer-Tanzgruppe der „Dancing Daddys“ aus der nur unweit entfernten rheinischen Nachbarschaft im oberbergischen Frielingsdorf, die mit einem unterhaltsamen Programm immer wieder für Szenenbeifall sorgte und deshaln um die eine oder andere „Zugabe“ nicht herum kam.

Zum absoluten Höhepunkt des Abends gerieten allerdings  Einmarsch und anschließender Auftritt des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“, der sich  nebst Tanzcorps, Hofstaat und natürlich dem aktuellen Prinzenpaar  der Session, Prinz Lars I ( Eschbach), Bauer René (Löhr) und Jungfrau Gordona ( Gordon Dehmel), die Ehre gab. Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die ohnehin prima Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass ein noch langer Abend angesagt war, zumal die rund hundertzwanzig Partygäste ohnehin beste Feierstimmung mitgebracht hatten, was der Vorfreude auf Wiederholung im kommenden Jahr viel Platz ließ.                                                                                   Bilder und Text Rainer Crumennerl
Zum ersten Treffen im soeben begonnenen neuen Jahr hatten sich etliche heimatkundlich interessierte Mitbürger am Montagabend dieser Woche im Brauzimmer der Historischen Brennerei eingefunden.
ein Blick auf das winzige und im Volksmund ehedem als „Arche Noah“ bekannte Häuschen am ehemaligen Mühlengraben
Um die und vor der Jahrhundertwende hielt noch die von einem Pferd gezogene Postkutsche vor dem ehedem „Kaiserlichen Postamt“ mitten im Dorf ( später war hier die Drogerie ).
Gern ließen sich die Heimatfreunde einladen zu einer fiktiven Dorfwanderung anhand historischen Bildmaterials, das manch einen Blick auf längst vergangene Tage und „Rönsahls alte Zeiten“ ermöglichte.
 
21.01.20  Heimatfreunde starten ins neue Jahr.

 
Mit einem lockeren Auftakt starteten die Mitglieder und Interessenten der Arbeitsgruppe Heimatkunde im Brennereiverein Rönsahl am Montagabend dieser Woche ins neue Jahr.  Diesmal hatten Regina und Karl-Friedrich Marus, auf deren Initiative der Arbeitskreis Heimatkunde ins Leben gerufen wurde und die sich von Anfang an auch um Programmgestaltung und Inhalte der jeweiligen Heimatabende kümmern, eine Bilderserie vorbereitet, die an so manche Episode aus der baulichen Entwicklung des Dorfes, so wie sie sich vornehmlich im letzten Jahrhundert und zum Teil auch noch davor dargestellt hat, in Erinnerung rief. Als willkommene „Wegmarke“ dienten dabei eine Reihe von Schwarz-Weiß Fotografien, so wie sie aus der Hinterlassenschaft des in früheren Jahren hier tätigen Pastors Radicke sowie des damaligen Dorfschullehrers Köhler beziehungsweise auch aus dem Glasplatten-Archiv des Heimat- und Geschichtsvereins Wipperfürth und weiterer Zeitzeugen stammen.  

 
Gern ließen sich die Heimatfreunde auf diese Weise mitnehmen auf eine Wanderung durch das vor und auch lange Zeit nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch relativ kleine Dorf und dessen damals noch weitgehend landwirtschaftlich geprägtes Umland. Wie sich die Zeiten indes im Laufe etlicher Jahrzehnte ändern, wie sich auch das „Gesicht“ des ehedem beschaulichen und an der Nahtstelle zwischen der Rheinprovinz und dem Westfälischen gelegenen Dorfes nach und nach verändert, wurde beim Betrachten der mittlerweile zum größten Teil historischen Aufnahmen deutlich. Dabei erinnerte sich der eine oder andere auch  gerne an ehedem ortsbildprägende Gebäude, die mittlerweile bereits längst dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen sind, wie das beispielsweise für die Mosel, das alte Richterhaus Rönsahls, gilt oder auch für das Haus an der Stadestraße, das in den 1960er Jahren abgerissen wurde und damals dem Neubau der Post weichen musste.  

 
Beim visuellen Dorfspaziergang durfte auch ein Blick auf das winzige und im Volksmund  ehedem als „Arche Noah“ bekannte Häuschen am ehemaligen Mühlengraben ebenso wenig fehlen wie  auf die vornehmlich nach Ende des 2. Weltkriegs allmählich beginnende rege Bautätigkeit im Dorf und die damit einher schreitende Veränderung des Dorfbildes.   

 
Auch in diesem Jahr wollen sich die Heimatfreunde in zwangloser Weise in der Regel jeweils am dritten Montag eines Monats treffen, um heimatgeschichtlich interessante Themen aus unterschiedlichen Zeitepochen, möglichst jeweils mit Bezug auf das Geschehen im Dorf und seiner Nachbarschaft, in Bild und Wort zu betrachten. Wie bisher auch schon, so soll das auch künftig in zwangloser Weise geschehen, wobei Regina und Karl-Friedrich Marcus  Wert auf die Feststellung  legen, dass es sich bei dieser Gruppe nicht um einen eigenständigen Verein mit entsprechenden Statuten handelt, sondern vielmehr um heimatgeschichtlich interessierte Personen aus Dorf und Stadt, die sich je nach Gusto treffen, um im spannenden Buch der Heimatgeschichte zu blättern. Die nächste Zusammenkunft in dieser Weise findet voraussichtlich statt am Montag, den 17. Februar, Beginn 19.30 Uhr im Brauzimmer der Brennerei, wobei das Thema des Abends derzeit noch nicht endgültig feststeht und rechtzeitig vorher bekanntgegeben wird.
 
Text und Fotos Rainer Crummenerl.
11.01.2020: Adventsfenster-Aktion hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Idee des CVJM Rönsahl fand erneut großen Anklang.

Rönsahl. Mit viel Freude und entsprechendem Engagement bei der Sache waren auch diesmal wieder alle, die bei der nun schon im elften Jahr durchgeführten Adventsfenster- Aktion in Rönsahl mit von der Partie gewesen sind. Wie stets, so waren viele mit dabei, als am vergangenen Samstag im Rahmen einer kleinen Feier in der Brennerei die Prämierung der drei schönsten Fenster des wohl größten und in seiner Art sicher auch einzigartig strukturierten Adventskalenders weit und breit, wenn nicht gar im gesamten Märkischen Kreis, stattfand.   

                                 
Zur Bekanntgabe der bei der Adventsfensteraktion ermittelten Platzierungen auf
den ersten drei Plätzen sowie Entgegennahme der vom CVM Rönsahl zur Verfügung
gestellten Anerkennungspreise waren viele Beteiligte am Samstagnachmittag in die
Brennerei gekommen.

Bekanntlich hatte der CVJM Rönsahl, ermutigt durch das entsprechend positive Echo, das die in den Vorjahren vorauf gegangenen und gleich gelagerten Aktionen gefunden hatten, wiederum zum Mitmachen bei der Adventsfensteraktion aufgerufen.  Sowohl hinsichtlich der Auswahl der Motive als auch des Umsetzens derselben in aussagefähige Bilder hatte man den Beteiligten in bewährter Weise wiederum freie Hand gelassen, so dass auch diesmal Ideenreichtum und kreatives Gestalten sowie Altbewährtes wie ebenso neue Ideen  gefragt waren und entsprechend zum Tragen kamen. Auf diese Weise war es abermals gelungen, etliche Vereine und Gruppen sowie auch Privatpersonen zum Mitmachen zu gewinnen. Nicht zuletzt auch  dank fachkundiger Begleitung durch Helmut Bremecker vom Brennereiverein, der die passenden Rahmen zur Aufnahme der Bilder angefertigte hatte und später entsprechend platzierte,  hatten sich die in ausreichender Zahl vorhandenen Fenster im historischen Brennereigebäude rechtzeitig zu Beginn der Advents- und Vorweihnachtszeit in einen aussagekräftigen und aus vielen eindrucksvollen Bildern bestehenden Adventskalender verwandelt. Vornehmlich -  wenngleich nicht ausschließlich - mit Motiven mit weihnachtlichem Charakter bestückt, bereitete der große Adventskalender in Rönsahl in den Folgewochen vielen Betrachtern Freude.



Viele unterschiedliche Motive kamen zum Ausdruck bei der Adventsfensteraktion in Rönsahl.
Unser Bild zeigt die preisgekrönten Bilder.


Wie in den Jahren  zuvor auch schon, so hatte der CVJM als Initiator der Fensteraktion auch diesmal wieder kleine Anerkennungspreise für die nach Meinung der neutralen Jury drei schönsten Fenster ausgesetzt. So waren alle gespannt darauf, als das Geheimnis um die diesjährigen Preisträger gelüftet werden sollte. Denn das neutrale Jurorenteam, bestehend aus    sachverständigen Personen unterschiedlichen Alters, hatte sich die Sache nicht leicht gemacht, bis zuletzt eisern „dicht gehalten“, was das Ergebnis der Bewertung betraf und sich die Namen der diesjährigen Gewinner im Vorfeld nicht entlocken lassen und somit mit Erfolg die Spannung bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse hoch gehalten .


Ein großes „Dankeschön“ für die geleistete Arbeit bei der Organisation der Weihnachtsfenster-Aktion
in Rönsahl hatte CVJM- Vorstandsmitglied Anke Pies für Chefplaner Helmut Bremecker bereit.

Wie sich herausstellte, hatten die Juroren bei Bewertung der Bilder keine leichte Aufgabe , denn die Preisträger lagen nahezu gleichauf.  Den meisten Anklang fand diesmal der Beitrag der Servatiusschule. über den 2. Platz freute sich das Kinderhaus Pies, und den dritten Preis teilten sich die Waldheimat und die Familie Rausch. Alle Preisträger durften sich zudem über je ein passendes und bei passender Gelegenheit einzulösendes Anerkennungsgeschenk  vom CVJM freuen.

Text und Fotos Crummenerl.

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